Die Graduiertenkonferenz der Gesellschaft für Philosophie und Wissenschaft gibt Doktoranden, Habilitanden und versierten Magistranden die Möglichkeit, ihre laufenden Arbeiten vorzustellen. Sie bietet ein Forum, auf dem höhersemestrige Philosophen sich mit Angehörigen anderer Universitäten über aktuelle Forschungsprobleme austauschen und neue Impulse für ihre eigene Arbeit gewinnen können. Nicht zuletzt soll dies auch der Isolation entgegenwirken, der man sich gerade in Deutschland bei der Durchführung größerer Forschungsvorhaben gegenübersieht. Demgegenüber versucht die Graduiertenkonferenz, die Chancen eines intensiveren Dialogs als Teil des philosophischen Forschungsprozesses auszuloten.

Die Graduiertenkonferenz der GPW ist bewußt nicht auf ein spezifisches Thema festgelegt, sondern akzeptiert Beiträge aus allen Disziplinen und Schulen der Philosophie. Bei der Evaluation der Zusendungen wird lediglich systematisch orientierten Beiträgen vor rein philologischen Arbeiten der Vorzug gegeben. Ansonsten entscheidet allein die Qualität und nicht die Thematik.

Je nach Ausrichtung der eingesandten Beiträge werden themenspezifische Sektionen gebildet. Ein Schwerpunkt der Konferenz liegt aber gerade auch darin, daß sich Vertreter verschiedener Schulen einem intraphilosophisch heterogenen Publikum stellen müssen, was oft sehr fruchtbar und gelegentlich auch heilsam ist. Dabei richtet sich die Graduiertenkonferenz zwar primär an ein philosophisches Publikum, ist aber nicht exklusiv. Vielmehr wird versucht, auch Teilnehmer aus anderen natur- und geisteswissenschaftlichen Disziplinen mit einzubeziehen und die Diskussion philosophischer Themen dort, wo es sich anbietet, um eine interdisziplinäre Perspektive zu erweitern.